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Neuerscheinung
BUCHTIPP April 2014
"Besondere Flora schönster Landschaften zwischen Großem Inselsberg
und Thüringer Becken" von Dr. Wolfgang Klug

Natur erleben! - Bestell-Nr.: ISBN 978-3-9815032-7-2
DIN A4 / 200 Seiten / inkl. 100 Bildseiten / über 300 Fotos / 34,95 €


Angelehnt an das gelungene Buch „Zauberhafte Flora an den sagenumwobenen Hörselbergen“, herausgeben im März 2012 im Heimatverlag Hörselberg, soll nun im März 2014 ein drittes Buch dieser Serie mit dem treffenden Titel „Besondere Flora schönster Landschaften zwischen Großem Inselsberg und Thüringer Becken“ von Dr. Wolfgang Klug (geb.1937 in Gotha) erscheinen. Auf ca. 200 Seiten werden Pflanzen aus 60 ausgewählten Landschaften und Biotopen zwischen Großen Inselsberg und Fahner Höhe durch einmalige Naturaufnahmen und Beschreibungen präsentiert. Dieses bildreiche Werk im A4-Format kann schon jetzt beim Heimatverlag zum Vorzugspreis Preis von 29,95 Euro (nur für Bestellungen bis 31.01.2014 / später 34,95 €) bestellt werden. Der Erscheinungstermin steht noch nicht fest – wird aber für März 2014 angestrebt.

Als heimatverbundener Botaniker ist es mein Anliegen, mit Impressionen von schönsten Landschaften zwischen Großem Inselsberg und Thüringer Becken und ihrer artenreichen, ganz besonderen Flora in Wort und Bild Freude zu bereiten und Anregungen zu vermitteln. Das Buch richtet sich gleichermaßen an naturinteressierte Heimat- und Wanderfreunde als auch fachkundige Botaniker. Die ausgewählten Landschaften verteilen sich auf eine Fläche von rund 1000 Quadratkilometern. Meine Auswahl im „Grünen Herzen Deutschlands" war nicht leicht und unter vegetationskundlichen Aspekten auch subjektiv. Dabei befinde ich mich mit den Auffassungen von ALEXANDER von HUMBOLDT im Einklang, der als das Hauptbestimmende vom Eindruck einer Gegend unter allen anderen Faktoren die Pflanzendecke hervorhebt.
Der markanteste und steilste Berg im Thüringer Wald ist der Große Inselsberg mit seine weit sichtbare Krone. Die Höhenunterschiede zwischen Großem Inselsberg (916 n ü. NN) und dem Unstruttal im Thüringer Becken (162 m ü. NN) sind bei einer Distanz von 35 km mit 754 Höhenmetern beträchtlich. In diesem Terrain ausgewählte Landschaften und Biotope zeichnen sich nicht nur durch Attraktivität und Eigenart, sondern als wichtige Lebensräume und Refugien besonderer, darunter vieler seltener, gefährdeter Pflanzen- und Tierarten, aus.

Die mannigfaltige Palette der Biotope reicht von naturnahen Fichten- und Buchenwäldern der montanen Höhenstufe in Rennsteignähe, steilen Kerbtälern, klammähnlichen Schluchten, schroffen Felsen, Quellmulden, Mooren, silberklaren Bergbächen, sanften Talauen, farbenfroh blühenden Bergwiesen und an norwegische Fjorde erinnernden Talsperren an der Nordseite des Thüringer Waldes bis zu trockenwarmen Südhängen mit westlichen Vorposten südosteuropäischer Steppenflora im Thüringer Becken.

Bei ozeanisch-subozeanischem Klima mit langjährigen Durchschnittstemperaturen von 4,2 °C und 1264 mm Niederschlägen auf dem Großen Inselsberg kommen im hohen Thüringer Wald vorwiegend Bergwaldpflanzenarten und westeuropäische Florenelemente vor. Hier treten u.a. Arten auf, deren Areal von südeuropäischen Hochgebirgen bis in die arktische Florenzone reicht. Über einen Saum niedrigerer Berge am Nordrand des Gebirges bei Waltershausen und den beiden, andere Erhebungen deutlich überragenden Wartbergen mit verschiedenen Waldgesellschaften, artenreichen Wiesen, Halbtrockenrasen, Karstvegetation und letzten Resten einst auf Buntsandstein weit verbreiteter sandiger „Handtuchäcker" bei Langenhain schließt sich das Innerthüringer Ackerhügelland an, aus dem sich Krahnberg, Seeberg, Fahner Höhe sowie Berge und Burgen im Gebiet der Drei Gleichen als waldreiche Landschaften eigenen Charakters herausheben. Zahlreiche Pflanzenarten südosteuropäischer Steppen und mediterraner Karstvegetation treten unter Bedingungen eines trockenen und warmen, kontinental getönten Regionalklimas mit langjährigen Durchschnittswerten der Temperatur zwischen 7,5 und 8,5°C und Niederschlägen zwischen 480 und 550 mm im Bereich der Drei Gleichen und im Thüringer Becken auf. Einige Arten erreichen auf dem Seeberg und Hügeln nördlich des Krahnbergs westliche Arealgrenzen.
In der abwechslungsreichen Natur- und Kulturlandschaft herrschen neben ackerbaulich genutzten Flächen naturnahe Wälder vor. Bei einem meist klein strukturierten Mosaik geologischer Strukturen und standortklimatischer Mannigfaltigkeit finden bemerkenswerte, zum Teil auch gefährdete und vom Aussterben bedrohte Arten und Pflanzengesellschaften ökologische Nischen. In einer hastigen Zeit, wo weltweit täglich zahlreiche Arten aussterben
und durch Profitgier sowie leichtfertigem Umgang mit den Schätzen der Natur schließlich die Existenz der Menschheit auf dem Spiel steht, gilt es verantwortungsvoll zu handeln. Negative Beispiele für bedenkenlose Eingriffe in empfindliche Gleichgewichte von Ökosystemen und verheerende Folgen werden meist nur aus fernen Ländern beschrieben, aber auch zwischen Inselsberg und Thüringer Becken sind hunderte Pflanzenarten gefährdet und 31 akut vom Aussterben bedroht. Mit Rundblättrigem Hasenohr wächst bei den Drei Gleichen noch das in ganz Deutschland akut vom Aussterben bedrohte Ackerwildkraut. Bei Waltershausen tritt die endemische Täuschende Mehlbeere weltweit an ihrem einzigen Standort auf.
Erkennen, bewundern und schützen wir diese Kleinode unserer heimischen Flora!

Ihr Dr. Wolfgang Klug


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